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DAS
HAITZINGER PROJEKT


"perfostallation"

das flying Luftballon Meiskornschleuder Event

SKÖFV

Koschatzky Kunst Preis

_Lebenslauf_
Konzept der Ausstellung:

In einer noch möblierten und mit allen Gegenständen des Alltags ausgestatteten Wohnung wurden zehn Künstler/Innen eingeladen zu arbeiten.

Die Einzige Regel die Ihnen auferlegt wurde war jene keine Materialien oder Objekte mitnehmen zu dürfen.
Der Titel gebende Name wurde dem alten Türschild entnommen.

Wie reagieren kreativ Schffende auf eine solche Vorgabe?

Was entsteht wenn man/frau nicht mit den gewohnten Materialien arbeiten kann?

Wie reagieren sie auf die Raumsituation?

Organisation:

Tomislav Stjepanovic
LLuis Lipp
Wolfgang Pichler

DAS HAITZINGER PROJEKT


Konzept Haitzinger-Projekt auditive Führung


Die Arbeit setzt sich mit den Eigenarten des Haitzinger-Projekts selbst auseinander. Das vom Veranstalter festgelegte Reglement sah vor, für die einzelnen "Exponate" keinerlei Hilfsmittel von außerhalb der Wohnung mit einzubringen, d.h. es war nur gestattet mit Werkzeugen und Material welches in der Wohnung enthalten war zu arbeiten. Diese Regel wird mit Ihrer Hilfe außer Kraft gesetzt, denn es wurde nur uns untersagt Geräte usw. mit hinein zu bringen und nicht Ihnen.
Für Ihre Mitarbeit möchten wir uns an dieser Stelle bereits bedanken.

Kurz zur Historie des Haitzinger-Projekts:

Frau Helga Haitzinger wurde für nicht Mündig erklärt und ihre Geschäfte hat man einem Vormund übertragen. Dieser ließ
Fr. Haitzinger in einem Pflegeheim unterbringen und kündigte den bestehenden Mietvertrag mit dem Hauseigentümer, der ein Bekannter von dem Veranstalter (Wolgang P.) ist. Der Vormund zeigte keinerlei Interesse daran, sich mit der Hinterlassenschaft in der Wohnung zu beschäftigen und überließ dies dem Eigentümer, der darauf die Gelegenheit wahrgenommen hatte, Schritte einzuleiten, um die Wohnung zu räumen und zu sanieren. Diese Arbeiten sind für Anfang 2007 angesetzt worden. Zwischen dem Hauseigner und dem Veranstalter kam es zu einem Konvent, welcher die temporäre Nutzung der Wohnung und deren Entrümpelung betraf. Hierbei wurde dem Veranstalter zugesagt, dass er bis Ende des Jahres die Liegenschaft Neustiftgasse 24/7 weitgehend arbiträr nutzen darf. Daraus erwuchs die Idee des Haitzinger-Projekts, so wie sie es der Zeit zu sehen ist.

Intentionen unserer Arbeit:

Wir wollen das Haitzinger-Projekt hinterfragen, in dem wir die dort gestellten Regeln umgehen und in dem wir einen ganz bestimmten Raum ephemer usurpieren (Wohnung des Veranstalters). Dadurch wird von der Öffnung der Haitzinger Wohnung bewusst abgelenkt und jene des Veranstalters in den Fokus des Rezipienten gerückt. Dennoch bewegen wir uns in einem gewissen Rahmen und animieren nur dazu, die Wohnung über den Köpfen der Besucher, gedanklich zu betreten. Wir thematisieren den privaten- und "öffentlichen" Raum indem wir einen Privatraum der öffentlich gemacht wurde versuchen auszuklammern und eine geschützte Privatsphäre gezielt als öffentlich deklarieren. Wir haben die Form des auditiven Rundgangs gewählt weil wir die Grenzen, eines Freundes, nicht zu sehr verletzen wollten.

Einen angenehmen und informativen Rundgang wünschen Ihnen

Tomislav Stjepanovic & Christian Streinz


-Der Text wurde der Konzeptbeschreibung der Ausstellung entnommen.


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