einreichung 2005
einreichung 2007
Kläger der Restaurant-Kette werfen der Fast
Food-Kette vor, die gesundheitsschädlichen Folgen ihrer Produkte verheimlicht zu haben
New York - Nach der Tabakindustrie könnte auch der Schnell-Imbisskette McDonald's eine Klageflut aufgebrachter US-Konsumenten drohen.
Erstmals in der Geschichte der US-Justiz hörte
am Mittwoch (Ortszeit) ein New Yorker Gericht acht mutmaßliche Opfer von McDonald's-Fast Food an. Anwalt Samuel Hirsch zufolge werfen die
unter Fettleibigkeit leidenden Kläger der Restaurant-Kette vor, die gesundheitsschädlichen Folgen ihrer Produkte verheimlicht zu haben.
Einer der Kläger, ein 15-Jähriger Schüler, bringt den Angaben zufolge 180 Kilogramm auf die Waage. Seine Mutter hatte nach eigenen Angaben
immer geglaubt, "McDonald's ist gesund für meinen Sohn".
Die Anwälte von McDonald's plädierten vor Gericht für eine Abweisung der Klage. Aus ihrer Sicht wisse jedermann, welche Bestandteile Produkte wie Hamburgern und Pommes Frites enthalten.
Zudem sei der Verzehr dieser Mahlzeiten eine individuelle Entscheidung. Auch der Präsident der Nationalen Restaurant Vereinigung (NRA), Steven Anderson, kritisierte die Klage: Das Übergewicht zahlloser übergewichtiger Menschen allein auf die Restaurant-Industrie zu schieben, sei ein "vereinfachender Gedanke". Aggressive Werbekampagnen unter Jugendlichen
Kläger Hirsch hielt entgegen, McDonald's habe mit seinen aggressiven Werbekampagnen den Fast-Food-Konsum unter Jugendlichen angeheizt. Hirsch hatte zuvor bereits angekündigt, bei Erfolg seiner Klage eine Sammelklage im Namen aller unter 18-jährigen New Yorker mit mutmaßlichen Gesundheitsproblemen auf Grund von McDonald's-Essen einreichen zu wollen.
Nach Angaben der NRA isst der Durchschnitts-US-Bürger mindestens vier Mal in der Woche in einem Fast-Food-Restaurant. Eine im
vergangenen Monat veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass 30 Prozent aller US-Bürger fettleibig sind. (APA)