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DAS
HAITZINGER PROJEKT
"perfostallation"
das flying Luftballon Meiskornschleuder Event
SKÖFV
Koschatzky Kunst Preis
_Lebenslauf_ |
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Das flying Luftballon-Maiskornschleuder Event
Ein köstliches Buffet erwartet die Besucher der Vernissage, die Gaumenfreuden stehen bereit zum Verzehr und werden hungrig angestarrt. Das Problem? Es gibt kein Besteck, zumindest ist es nicht greifbar, denn es ist an Heliumluftballonen, die über den Köpfen der Besucher hängen, angebracht. Die Besucher haben die Möglichkeit sich eine Maiskornschleuder zu greifen um damit das benötigte Besteck zu Boden zu bringen.
Ein Kindergeburtstag auf dem halben Weg zum künstlerischen Spektakel.
Sobald sich etwas in einem Galerie- Museumsraum befindet, liest man/frau es meistens als Kunst, die Analyse der das Objekt unterzogen wird entspricht philosophisch-ästhetischen Regeln. Die werden zwar nicht näher beschrieben lösen aber gewisse Erwartungshaltungen bei der/dem Betrachter/in aus. Die Realität wird automatisch zu einer Darstellung, einem Imitat. Sie wird nicht mehr mit den Maßstäben des Realen interpretiert. Gleichzeitig übt der Raum auf die/der Künstler/in einen seltsamen Zwang aus, sein/ihr Werk zu einem Objekt der Kunst zu erklären, das deshalb in der Sprache der Kunst interpretiert wird. Der Gegenstand wird mit philosophischen Inhalten aufgeladen, die sich nicht durch seine Natur sondern durch den Einfluss des Raumes vermitteln.
Wieso kann das Objekt nicht nur Unterhaltung sein? Wird Kunst durch deren Umgebung definiert? Diesen Ordnungen wollen wir uns bei dieser Arbeit nicht unterziehen, sie soll nicht als Kunst deklariert und mit Tiefsinnigkeit verhüllt werden. Das „flying Luftballon Maiskornschleuder Event“ ist keine Darstellung der Wirklichkeit, es ist ein Element der Wirklichkeit das sich in einer „fremden Umgebung“ befindet. Es handelt sich hier nicht um hohe Philosophie oder darum eine Geschichte zu kommunizieren, die Zuschauer/innen sollen Spaß empfinden in einem Umfeld der Ernsthaftigkeit. Denn in der Galerie wird alles zum Gegenstand einer seriösen Analyse. Die Erwartungshaltung der Beobachter/innen wird dabei gebrochen, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht die Arbeit und nicht deren Hintergrund. Wir empfinden diesen Vorgang der Demaskierung, oder der Nicht-Verhüllung, aber nur als Reduktion eines künstlichen Inhalts, es kommt dabei zu einer Steigerung in der Emotionalität. Wir wollen nicht das die Zuschauer während der Ausstellung über unsere Arbeit reden sondern das sie teilnehmen, die Momente des Erfolgs und des Misserfolgs empfinden.
Mit dem „flying Luftballon Maiskornschleuder Event“ wollen wir diese Gedankengänge nicht illustrieren, vielmehr ist es eines von vielen möglichen Vorgängen einer Neuinterpretation von Museumsräumlichkeiten an sich.
Gabriel Hadler, Lluis Lipp, Tomislav Stjepanovic
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